EHC Eisbären Berlin


Eisbaeren

Gegründet: 1954 Gründung der Eishockey Abteilung des SC Dynamo Berlin

Vereinsfarben: dunkelblau, rot und weiß

Internet: www.eisbaeren.de

Erfolge:

Deutscher Meister 2005, 2006, 2008, 2009, 2011
Deutscher Pokalsieger 2008
Sieger der European Trophy 2010

2. Platz beim IIHF Continental Cup 1997 und 1999
3. Platz in der European Hockey League 1999
3. Platz beim Europapokal 1984
15-maliger DDR-Meister

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte des Vereins

 

Die Anfänge im Ost-Berliner Eishockeysport (1950 bis 1953)

Die erste feste Spielstätte
Die Sportgruppe Sudenburg
Im Sommer 1945 wurden von der Sowjetischen Militäradministration in ihrer Besatzungszone alle bürgerlichen Sportvereine aufgelöst und jeglicher Vereinsbesitz beschlagnahmt. Vorerst gab es für Fußballbegeisterte nur die Möglichkeit sich antifaschistischen Sportgruppen in den Wohngebieten anzuschließen. Auf dem Sportplatz am Königsweg (das spätere Heinrich- Germer-Stadion) gründeten im Herbst 1945 ehemalige Spieler des MSC Preussen 1899 mit anderen Sportfreunden die Sportgruppe Sudenburg, den ersten Vorgänger des 1.FC Magdeburg nach dem Krieg. Die bekanntesten Spieler aus der Gründerzeit neben dem schon erwähnten Ernst Kümmel waren Siegfried „Siggi“ Koch, Kurt Holke (bei der WM 1974 in der Bundesrepublik Co-Trainer der DDR-Nationalmannschaft), Kurt Herwig, Kurt Zernecke und der ehemalige Danziger Gauligaspieler Heinz Brauer. Der erste Trainer war der Drogerist Fritz Klatt. Noch war kein wettbewerbsmäßiger Spielbetrieb gestattet, so dass es nur „Gesellschaftsspiele“ mit anderen Sportgruppen in Magdeburg und der näheren Umgebung gab. Am beliebtesten bei den damaligen Kickern waren die Spiele auf den umliegenden Dörfern, die so genannten „Wurstspiele“. Ab Herbst 1946 begann dann der kommunale Spielbetrieb, die Sudenburger wurden in die 2. Gruppe der Region Magdeburg eingegliedert und befanden sich dort auf einem Mittelfeldplatz. 1947 spielte man dann in der 1. Fußballklasse Magdeburg / Gruppe Süd und ein Jahr später in der Bezirksklasse Magdeburg / Staffel B. Im selben Jahr fanden auch die ersten Ostzonenmeisterschaften statt, die der Zwickauer Verein SG Planitz gewann (mit der späteren Magdeburger Trainerlegende Heinz Krügel als Spieler). Von solchen Erfolgen waren die Sudenburger noch meilenweit entfernt. Selbst in Sachsen-Anhalt, deren stärkste Vereine zu der Zeit ZSG Union Halle (Ostzonenmeister 1949), BSG Waggonbau Dessau (FDGB-Pokalsieger 1949) und BSG Hans Wendler Stendal hießen und zu den Gründungsmitgliedern der DDR-Oberliga gehörten, war man nur zweitklassig – aber man war sehr ehrgeizig am Sudenburger Königsweg.
Die Stadt Magdeburg hat eine lange Fußballtradition. Vereine wie Viktoria 96, Preussen 99 oder Cricket Victoria Magdeburg waren geachtete Mannschaften zu ihrer Zeit. Die neuere Fußballgeschichte beginnt 1945. Vorgängervereine wie die SG Sudenburg und Lemsdorf vereinigten sich zur SG Einheit Sudenburg. 1950 erfolgte der Anschluss an die SAG Krupp-Grusson, die 1951 in Stahl Magdeburg und 1952 in Motor Mitte umbenannt wurde. 1957 wechselte die Fußballabteilung von Motor Mitte zum SC Aufbau Magdeburg, der im Juli 1965 den Namen SC Magdeburg erhielt.

Meisterschaften in der „kleinsten Liga der Welt“ (1970 bis 1990)

Im September 1970 beschloss die Staatsführung der DDR, alle Eishockeyclubs bis auf die Mannschaften aus Weißwasser und Berlin aufzulösen. Alle bisher am Regelbetrieb teilnehmenden Mannschaften wurden zu Hobbymannschaften degradiert und durften nicht an einem Ligenbetrieb mitwirken. Darüber hinaus wurden jegliche finanzielle Zuwendungen gestrichen. Offiziell wurde geäußert, dass der Eishockeysport zu teuer und devisenaufwendig sei und die vorhandene Infrastruktur für zukünftige Spitzenleistungen nicht ausreichend ist. Nach dem für mehrere Sportarten folgenschweren Beschluss der DDR-Sportführung, nur medaillenträchtige Sportarten zu fördern, wurde – auf Bestreben des Vorsitzenden des Innenministeriums und Fan des Eishockey-Sports Erich Mielke – die DDR-Oberliga auf zwei Teams reduziert. Diese Mannschaften waren die SG Dynamo Weisswasser und der SC Dynamo Berlin. Ferner wurde seitens des Ministeriums die Möglichkeit eingeräumt, auch in Crimmitschau den Sport weiterzuführen; dies wurde jedoch von der Armee als Träger des dortigen ASK Vorwärts Crimmitschau abgelehnt. So spielten die beiden Dynamo-Mannschaften aus Berlin und Weißwasser die DDR-Meisterschaft bis 1990 in der „kleinsten Liga der Welt“ aus. Dabei gewann der SC Dynamo Berlin weitere zwölf Titel und brachte zahlreiche Nationalspieler und jetzige Mitglieder der Hockey Hall of Fame Deutschland wie Dietmar Peters, Rainer Patschinski oder den IIHF-Referee Gerhard Müller hervor. Aus dieser Zeit spielten sich ebenfalls die ehemaligen Eishockey-Größen Dieter Frenzel, Guido Hiller oder René Bielke in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Als größten Erfolg dieser Jahre kann der 1984 errungene dritte Platz im Europa-Cup der Landesmeister gewertet werden. Trotz der Siege stand der Eishockey-Sport immer im Schatten der traditionsreichen und vom Staat geförderten Fußballclubs BFC Dynamo und 1. FC Union Berlin und es kamen zu den Heimspielen – ganz im Gegensatz zum Konkurrenten aus Weißwasser mit mehrfach ausverkaufter Eishalle – lediglich um die 500 Zuschauer. Mit der 42. DDR-Meisterschaft im November 1989 sollte die letzte Runde in der „kleinsten Liga der Welt“ eingeläutet werden und die beiden Vorsitzenden Dieter Waschitowitz und Rüdiger Noack nahmen frühzeitig Kontakt mit den Oberen des Deutschen Eishockeybundes auf, um die Zukunft des Vereins auch nach der politischen Wende zu sichern. Mit einer 3:5-Niederlage gegen Weißwasser fiel am 18. Februar 1990 die Entscheidung über den letzten DDR-Meister. Am 21. März 1990 gliederte sich die Eishockey-Abteilung aus dem SC Dynamo heraus und gab sich den Namen EHC Dynamo Berlin e. V. – im Logo war zu dieser Zeit bereits der Eisbärenkopf enthalten.
Neben den Europacupauftritten stand ab dem Jahr 1970 das so genannte „Internationale Sommerturnier“ auf dem Spielplan der Hauptstädter. Dieses diente der Vorbereitung auf die Saison und war gleichzeitig die zusätzliche Möglichkeit, sich mit Mannschaften aus dem Ausland zu messen. Bis 1976 nahmen ausschließlich Mannschaften aus den Ostblockstaaten teil, erst danach wurden Partien gegen schwedische oder schweizerische Vereine ausgetragen. Dieses Turnier konnten die Berliner lediglich 1975 für sich entscheiden, während zwischen 1970 und 1990 acht zweite Plätze und sieben dritte Plätze erzielt wurden.
Rekordsieger war Dynamo Moskau, die das Turnier insgesamt 18 Mal gewannen.
In das internationale Wettkampfgeschehen griff der SC Dynamo 1976 wieder ein, nachdem nach acht Jahren wieder die nationale Meisterschaft erreicht wurde und damit die Qualifikation für den Europacup 1976/77 erzielt war. In der ersten Runde kam es gleich zu einer Begegnung gegen den amtierenden Meister der Bundesrepublik, den Berliner Schlittschuhclub. Beide Partien gewannen die Westberliner und die Hohenschönhausener schieden aus dem Wettbewerb aus. Als Erstrundengegner der folgenden Europacupsaison 1977/78 wurde der polnische Meister Podhale Nowy Targ gelost, den die Mannschaft bezwang. Im anschließenden Viertelfinale kam es erneut zu einem Duell zwischen den beiden deutschen Meistern, diesmal war der Gegner der Kölner EC. Nach einem 5:1 im Sportforum gelang den Dynamos im Rückspiel ein 6:2-Erfolg gegen die Rheinländer und der Einzug ins Halbfinale war perfekt, aus dem der tschechische Vertreter Poldi Kladno letztendlich siegreich hervor ging. Der im Vorjahr bezwungene polnische Vertreter Podhale Nowy Targ war 1978 erneut Gegner in der ersten Runde, setzte sich aber diesmal gegen die Mannschaft um Kapitän Dietmar Peters durch. Zur Europacup-Saison 1979/80 war schließlich im Viertelfinale gegen MoDo AIK Alfredshem aus Schweden Schluss, nachdem der Vojens IK und der SC Bern in den Runden davor besiegt wurde. Die Mannschaft musste sich im Europapokal 1980/81 ebenfalls im Viertelfinale geschlagen geben, diesmal gegen den IFK Helsinki.
Da in der Folgesaison der Rivale aus Weißwasser die DDR-Meisterschaft errang, griffen die Berliner erst 1982 wieder in das Geschehen des Wettbewerbes der europäischen Landesmeister ein. Trotz eines 9:5-Sieges im Rückspiel musste dem AIK Stockholm der Einzug in das Halbfinale gewährt werden, da das Hinspiel mit fünf Toren Unterschied verloren wurde. Die folgende Europacup-Saison 1983/84 war die erfolgreichste für das Team um Trainer Joachim Ziesche. Durch einen Sieg im Halbfinale gegen den IFK Helsinki zog der SC Dynamo Berlin in die Endrunde des Europacups ein und traf dort auf die europäischen Spitzenmannschaften ZSKA Moskau, Dukla Jihlava und Djugårdens IF Stockholm. In dieser Runde wurde lediglich ein Sieg gegen den schwedischen Vertreter erzielt, in dessen Folge am Ende ein dritter Platz zu Buche stand.
Den bis dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte berechtigte die Mannschaft, im kommenden Ausscheid bereits für das Halbfinale gesetzt zu sein, wo gegen Polonia Bytom vorzeitig die Runde beendet werden musste. In den Folgejahren war die Saison jeweils in der zweiten Runde zu Ende, als gegen den SB Rosenheim beziehungsweise den HC Lugano die Serie nicht gewonnen wurde. Ab der Saison 1987/88 wurde der Europacup in Turnierform ausgetragen. Einem vierten Platz 1988 folgte im letzten Meisterjahr – zur Europacup-Saison 1988/89 – ein zweiter Platz in der Abschlusstabelle.

Nach der Wende (1990 bis 1994)
Saison Liga Vorrunde Endrunde
1990/91 BL 12. Platz Playdown (Abstieg in die 2. Liga)
1991/92 2. BL 4. Platz 1. Platz (Aufstieg in die 1. Liga)
1992/93 BL 12. Platz Playdown
1993/94 BL 11. Platz Playdown

Zunächst sollten sich die beiden DDR-Vereine Dynamo Weißwasser und der SC Dynamo Berlin in die 2. Bundesliga Nord eingliedern, jedoch konnten sich die Funktionäre der Ligenvertreter nicht einigen und die Aufnahme wurde immer wieder aufgeschoben. Auf Entscheid der Vertreter der 1. Bundesliga wurde schließlich einstimmig beschlossen, die beiden Clubs in der Folgespielzeit am Spielbetrieb der obersten Eishockeyklasse antreten zu lassen.
Nach lediglich vier Monaten der Vorbereitung absolvierte der EHC Dynamo Berlin ab dem 14. September 1990 seine ersten Spiele in der gesamtdeutschen Liga, unter anderem kam es dabei zum ersten innerstädtischen Duell gegen den ewigen Rivalen aus dem Westteil der Stadt – die Preussen Berlin. Unter anderem durch den für die Spieler ungewohnten Rhythmus, zwei Mal an einem Wochenende antreten zu müssen, kam es im Laufe der Saison zu zahlreichen Niederlagen, in deren Folge Trainer Hartmut Nickel sein Amt im Januar 1991 an Lorenz Funk senior übergab. Mit der Trainerlegende Gerhard Kießling wurde gegen Saisonende ein Betreuer verpflichtet, um den Klassenerhalt zu sichern, jedoch blieb am Ende der Abstieg in die 2. Bundesliga. Trotz dessen wurde in der Premierensaison ein Plus von 200.000 D-Mark erwirtschaftet und es verblieb ein Großteil der Spieler im Vereinskader.[8] Aufgrund der Kontakte des mittlerweile ins Management der Eisbären gewechselten Lorenz Funk sr. wurden zur Spielzeit 1991/92 hochkarätige Spieler verpflichtet, die nach Platz sieben in der Vorrunde und dem ersten Platz in der Aufstiegsrunde unter dem Trainer Hartmut Nickel wieder in das Oberhaus aufstiegen. Aus Sorge, der eng mit der DDR verbundene Name „Dynamo“ würde Sponsoren verschrecken, nannte sich der Verein ab 1992 offiziell „EHC Eisbären Berlin e. V.“ – das „Dynamo“ verschwand aus allem Offiziellen, wurde jedoch von den Fans weiter skandiert.
Sportlich verlief die Spielzeit 1992/93 mäßig, was sich in einem zwölften Platz nach der Vorrunde zeigte. Durch das Engagement eines finanzkräftigen Sponsors, der unter anderem den ehemaligen Top-Scorer Mark Jooris an die Spree zurückholte und der Verpflichtung Andy Murrays wurde zum Ende der Saison die Klasse gehalten. Auch die darauf folgende Saison führte die Eisbären nach einem elften Platz in die Abstiegsrunde, welche sie mit 4:0 Siegen gegen den Schwenninger ERC gewannen. Außerhalb des Eises kam es durch den Rückzug des Hauptsponsors zu finanziellen Engpässen, die unter anderem in der Auflösung des Vertrags mit Trainer Andy Murray endeten. Insgesamt standen bei den Hauptstädtern in dieser Spielzeit fünf Trainer hinter der Bande – Andy Murray, kurzzeitig Walter Köberle und Dietmar Peters, Marshall Kennedy und Jaroslav Walter.

Aufnahme in die DEL und finanzielle Probleme (1994 bis 1996)


Nach der Gründung der Deutschen Eishockey Liga im Jahr 1994 ging es für die Eisbären sportlich aufwärts. Die Regelung, dass es keinen Absteiger aus der Liga geben würde, kam den Berlinern zugute, da auf diesem Wege der bisher erfolgreiche Nachwuchs – die Junioren wurden 1992 und 1993 Deutscher Meister – in die Profimannschaft eingegliedert werden konnte. Darüber hinaus wurden die in der Vorsaison aufgetürmten Verbindlichkeiten durch finanzielle Unterstützungen des Präsidenten Helmut Berg abgebaut. Sportlich lief es für die Hohenschönhausener allerdings schlecht. Nach einer anhaltenden Niederlagenserie musste Trainer Jaroslav Walter gehen und Joachim Ziesche Platz machen, der mit seinem Team jedoch nicht die Playoffs erreichte. Aufgrund der anhaltenden finanziellen Probleme im Stammverein wurde die Profiabteilung in die „EHC Management GmbH & Co. Sportwerbung und Profisport KG“ ausgegliedert; der Nachwuchs blieb im Verein.

In der Saison 1995/96 wurde mit Billy Flynn ein Sportdirektor verpflichtet, der zahlreiche Neuverpflichtungen tätigte und die Mannschaft in die Playoff-Ränge führen sollte. Dieses Ziel wurde allerdings mit einem erneuten 17. Platz wieder verfehlt.

Saison Liga Vorrunde Endrunde
1994/95 DEL 17. Platz keine
1995/96 DEL 17. Platz keine
1996/97 DEL 4. Platz Halbfinale
1997/98 DEL 6. Platz Vizemeister
1998/99 DEL 2. Platz Halbfinale
1999/00 DEL 13. Platz keine
2000/01 DEL 13. Platz keine
2001/02 DEL 7. Platz Viertelfinale
2002/03 DEL 1. Platz Halbfinale
2003/04 DEL 1. Platz Vizemeister

Die Folgen des Bosman-Urteils und erste Erfolge (1996 bis 2004)

In Folge des Bosman-Urteils, bei dem Sportler aus dem europäischen Ausland ablösefrei den Verein wechseln dürfen und nicht unter das Ausländerkontingent fallen, tauschten die Eisbären fast ihren kompletten Kader aus und füllten ihn mit EU-Ausländern auf. Damit erreichten die Hohenschönhausener in der Liga 1996/97 das Halbfinale, schlugen den Lokalrivalen Preussen Berlin und beendeten die Saison mit einem dritten Platz. Die sich einstellenden Erfolge in der nationalen Liga als auch bei internationalen Turnieren hatten jedoch auch die Kehrseite einer finanziellen Schieflage. So mussten zahlreiche Insolvenzanträge abgewehrt werden.
1999 stieg die Anschutz Entertainment Group mit ihrer Tochterfirma United Sports Management AG bei den Eisbären Berlin als Alleingesellschafter ein und musste zunächst aufgehäufte Schulden in Höhe von insgesamt 16 Millionen D-Mark tilgen.Dadurch wurde der Verein entschuldet, konnte aber aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen keinen konkurrenzfähigen Kader für die Spielzeit aufstellen und musste sich mit dem 13. Platz zufriedengeben. Auch in der darauffolgenden Saison verpassten die Eisbären die Playoffs, zogen aber ein Jahr später nach einem siebten Rang im Endklassement der Hauptrunde in die Playoffs ein. Im Viertelfinale verlor die Mannschaft allerdings nach 3:1 Spielen gegen den späteren Vizemeister Adler Mannheim. In der Spielzeit 2002/03 wurden mit Offensiv-Verteidiger Ricard Persson und John Gruden zwei frühere NHL-Spieler verpflichtet, die in das Offensivkonzept des Trainers Pierre Pagé passten. Der Nachwuchs ergänzte den Kader mit zahlreichen Juniorenspielern und somit belegten die Eisbären nach der Vorrunde mit großem Vorsprung den ersten Platz. Das anschließende Playoff-Viertelfinale musste wegen der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in die Deutschlandhalle verlegt werden, wo die Serie gegen die Hamburg Freezers gewonnen wurde. Im Halbfinale behielt der spätere Meister – die Krefeld Pinguine – die Oberhand und beendete die Saison für die Berliner vorzeitig. Ein Jahr später schien die Ausgangslage die gleiche wie nach der vorjährigen Hauptrunde: Die Eisbären belegten den ersten Platz und gingen als Favorit in die Playoffs. Trotz zweier Sweeps gegen die DEG Metro Stars und den ERC Ingolstadt musste sich die Mannschaft im Finale den Frankfurt Lions geschlagen geben und schloss die Saison somit lediglich mit der Vizemeisterschaft ab. Platzierung International
Saison Turnier Platzierung

1997 CC 2. Platz
1998/99 EHL 3. Platz
1999 CC 2. Platz

Da die Erfolge der Eisbären nach der Eingliederung in die gesamtdeutsche Liga zunächst ausblieben, waren regelmäßige Vergleiche mit internationalen Mannschaften nur im Rahmen des traditionellen „Internationalen Sommerturniers“ möglich. Dieses Turnier wurde bis zur Saison 1996/97 ausgetragen, ehe die European Hockey League gegründet wurde. Ausschlaggebend für die Teilnahme war neben dem Meistertitel die Platzierung vor den Playoffs. Gleichzeitig wurde mit dem IIHF Continental Cup ein weiterer Pokalwettbewerb geschaffen, bei dem die Eisbären im November 1997 das erste Halbfinalturnier im Sportforum ausrichteten. Nach einem Sieg in der eigenen Gruppe wurde sich für die Finalrunde in Tampere qualifiziert, bei der die Berliner einen zweiten Platz belegten. Nach der Vizemeisterschaft in der DEL im Jahr 1997/98 war der Verein sportlich für die EHL qualifiziert und schloss die Vorrunde als Gruppenerster ab. Die Qualifikation für die nächste Runde war in den beiden Vorjahren noch keinem anderen deutschen Team gelungen. Nach einem Sieg über Färjestads BK kam es im Halbfinalturnier in Berlin zum Aufeinandertreffen mit dem weiteren deutschen Vertreter Adler Mannheim und dem früheren Konkurrenten aus den Sommerturnieren, dem HK Dynamo Moskau. Dort zogen die Spreestädter in das Finalturnier ein und verbuchten nach einem Sieg im „kleinen Finale“ gegen Ilves Tampere den dritten Platz im Turnier. Der zweite Platz der Eisbären in der Saison 1998/99 reichte im europäischen Vergleich nicht mehr, nochmals in der EHL teilzunehmen. Aufgrund der guten Leistungen, die die Berliner durch die Auftritte in den Jahren zuvor auf der europäischen Bühne erzielten, wurde in der Saison 1999/2000 der Continental Cup in der Heimstätte ausgetragen und sich mit dem HC Ambrì-Piotta, Ak Bars Kasan und dem HKm Zvolen gemessen. Aus diesem Turnier ging die Mannschaft mit dem zweiten Platz hervor und Schlussmann Udo Döhler wurde als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet. Die Saison 2004/05 war vom Ausfall der NHL geprägt, als sich viele Mannschaften mit Veteranen aus der nordamerikanischen Eishockeyliga verstärkten. Auf Seiten der Eisbären wurden mit Olaf Kölzig, Erik Cole sowie Nathan Dempsey drei Spieler verpflichtet, die die Meisterschaft nach Berlin holen sollten. Nach einem zweiten Platz nach der Vorrunde und den anschließenden Siegen in den Playoffs gegen die Augsburger Panther und den ERC Ingolstadt kam es im Finale zu der Begegnung mit den Adler Mannheim, welche in der Best-of-Five-Serie mit 3:0 geschlagen wurden. Damit waren die Eisbären zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga Deutscher Meister.In der darauffolgenden Spielzeit verteidigte die Mannschaft den Titel. Wie bereits das Jahr zuvor gewannen die Berliner die Final-Serie durch einen Sweep. Die DEG Metro Stars, die im Halbfinale den Rivalen aus Köln ausschalteten, wurden mit einem 3:0 besiegt.

Saison Liga Vorrunde Endrunde
2004/05 DEL 2. Platz Meister
2005/06 DEL 1. Platz Meister
2006/07 DEL 9. Platz Pre-Playoffs
2007/08 DEL 2. Platz Meister
2008/09 DEL 1. Platz Meister
2009/10 DEL 1. Platz Viertelfinale
2010/11 DEL 3. Platz Meister

Das Spieljahr 2006/07 gestaltete sich schwieriger als die beiden Jahre zuvor. Der als Favorit in die Saison gestartete Hauptstadtklub belegte nach der Vorrunde nur den neunten Rang und qualifizierte sich damit nur für die Playoff-Qualifikation, in der gegen die Frankfurt Lions nach einem 1:2 in der Best-of-Three-Serie die Saison beendet war. Daraufhin wurde der Vertrag mit dem langjährigen Head Coach Pierre Pagé aufgrund der sportlichen Misserfolge nicht verlängert. Pagé unterschrieb anschließend einen Vertrag beim österreichischen Klub EC Red Bull Salzburg.vDie Zielsetzung der Saison 2007/08 war das Finale und der mögliche Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die Mannschaft wurde zusammengehalten und vor der Saison nur punktuell verstärkt. Bereits zu Beginn der Spielzeit setzten sich die Eisbären an die Spitze der Tabelle und festigten diesen Rang lange Zeit. Erst zum Saisonende nach einer Niederlagenserie verdrängten die Sinupret Ice Tigers die Berliner von der Tabellenspitze. Überragender Spieler der Hauptrunde war erneut der Kanadier Steve Walker, der mit 85 Scorerpunkten in 53 Spielen der punktbeste Spieler seines Teams und zweitbester Scorer der DEL war. Des Weiteren hatten die Berliner mit ihrem US-amerikanischen Defender Deron Quint den besten Verteidiger der Hauptrunde 2007/08 in ihren Reihen. In den anschließenden Playoffs wurden zunächst im Viertelfinale die Hamburg Freezers besiegt. Das Halbfinale gegen die DEG Metro Stars war umkämpft, aber mit einem Sieg im entscheidenden fünften Spiel mit dem besseren Ende für den Hauptstadtklub. Das Finale wurde im vierten Spiel erst in der Verlängerung entschieden. Der wegen seiner verweigerten Dopingkontrolle umstrittene Florian Busch erzielte hierbei den 2:1-Siegtreffer für die Eisbären, die damit zum dritten Mal nach 2005 und 2006 die Deutsche Meisterschaft gewannen.

Einer Studie des Sportrechtevermarkters Sportfive zufolge waren die Berliner 2008 der bekannteste deutsche Verein abseits der Fußballclubs. Die Mannschaft kam demnach in Deutschland bei der Zielgruppe von circa 55 Millionen Bürgern auf eine Bekanntheit von 61 Prozent. Sportlich begann die Saison Saison 2008/09 mit dem frühzeitigen Aus nach der Vorrunde des Deutschen Eishockey-Pokals. Trotz zweier Siege entschied das Torverhältnis zugunsten der Hannover Scorpions über das Weiterkommen in diesem Wettbewerb. Am 14. September 2008 bestritten die Eisbären Berlin ihr erstes Liga-Spiel in der neu gebauten Heimspielstätte O2 World; die Arena war frühzeitig mit 14.000 abgesetzten Tickets ausverkauft und die größte Kulisse, vor der in Berlin je ein Eishockeyspiel ausgetragen wurde.

Die Berliner Mannschaft empfing die Augsburger Panther, die mit einer historischen 11:0-Niederlage die Heimreise antreten mussten. Der Sieg war der höchste der Eisbären in der DEL und der zweithöchste der DEL-Geschichte überhaupt. Nach dem ersten Platz nach der Vorrunde bezwungen die Spreestädter im anschließenden Viertelfinale der Playoffs die Hamburg Freezers mit einem Sweep und erreichten nach einer 3:1-Serie gegen die Adler Mannheim das Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen die DEG Metro Stars. Die Rheinländer wurden ebenfalls nach vier Spielen geschlagen und damit verteidigte die Mannschaft den Titel aus dem Vorjahr.
Die Spielzeit 2009/10 schloss die Mannschaft nach der Vorrunde mit der DEL-Rekordpunktzahl von 123 Punkten und -vorsprung von 25 Punkten auf dem ersten Platz ab. Im Viertelfinale waren die Augsburger Panther der Gegner, welche den amtierenden Meister mit 3:2 Siegen schlagen konnten. vDurch den Finalsieg 2008 waren die Eisbären Berlin als Deutscher Meister für die neu gegründete ChampionsvvHockey League qualifiziert, schieden allerdings trotz dreier Siege in der Vorrunde aus dem Turnier aus.Darüber hinaus nahm die Mannschaft an zwei Austragungen des Spengler Cups teil und erzielte dort 2005 den dritten Platz, während ein Jahr später nur mit dem fünften und damit letzten Platz Vorlieb genommen werden musste.vNach der erneuten nationalen Meisterschaft 2009 wären die Eisbären in der Spielzeit 2009/10 an der Teilnahme der Champions Hockey League antrittsberechtigt. Aufgrund wirtschaftlicher Probleme musste dieser Wettbewerb jedoch pausieren.

Zu Beginn der Saison 2004/05 starteten die Eisbären mit einem Etat von 5,9 Millionen Euro, welcher zum Ende der Spielzeit gedeckt wurde. Die Hohenschönhausener übertrafen den kalkulierten Zuschauerschnitt und kompensierten anhand der Sponsoreneinnahmen auch die temporären Verpflichtungen aus der National Hockey League – Olaf Kölzig, Erik Cole sowie Nathan Dempsey. Mit einem gesteigerten Haushaltsplan von 600.000 Euro wurde trotz eines leichten Minus seitens der Zuschauereinnahmen die zweite Deutsche Meisterschaft gefeiert, welches sich durch die Kürzung des Budgets im Jahr 2006 allerdings nicht wiederholen ließ. Leistungsträger wie die Verteidiger Derrick Walser oder Micki DuPont verließen den Verein und es kam zu einem vorzeitigem Ausscheiden in den Pre-Playoffs. Mit einer behutsamen Verstärkung des Kaders – so wechselte vom amtierenden Meister Adler Mannheim der Stürmer Nathan Robinson sowie Verteidiger Brandon Smith aus der American Hockey League an die Spree – und der einhergehenden Etat-Erhöhung wurde die dritte Meisterschaft errungen. Mit dem Umzug in die neu gebaute O2 World und dem bisherigen Rekord-Etat von 7,7 Millionen Euro gingen die Berliner in die Saison 2008/09. Der Kader wurde punktuell verstärkt und der kalkulierte Zuschauerschnitt wurde weit übertroffen. Aufgrund der Einnahmen aus der Champions Hockey League – insgesamt verbuchten die Eisbären damit im Laufe des Wettbewerbes die Summe von 437.500 Euro auf dem Konto – und dem abermaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft wurde zum Saisonende ein Umsatz-Plus eingefahren. Die nachfolgende Spielzeit verringerte sich der Etat um 0,2 Millionen Euro, jedoch konnte der Zuschauerschnitt gegenüber der Vorsaison gesteigert werden. Die Eisbären liegen damit weiterhin hinter dem SC Bern europaweit auf dem zweiten Platz in der Zuschauerstatistik.

Deutscher Meister 2004/2005
Die Deutsche Meisterschaft 2004/05 war der erste gesamtdeutsche Meistertitel für die Eisbären. Zum Ende der Spielzeit setzten sie sich im Playoff-Finale gegen die Adler Mannheim durch. Top-Scorer in dieser Spielzeit war Steve Walker mit 46 Punkten.

Tor: Daniar Dshunussow, Oliver Jonas, Olaf Kölzig, Sebastian Stefaniszin, Youri Ziffzer
Verteidigung: Jens Baxmann, Nathan Dempsey, Derek Dinger, Tobias Draxinger, Micki DuPont, Hardy Gensel, Shawn Heins, Frank Hördler, René Kramer, Rob Leask, Norman Martens, Ricard Persson, Derrick Walser
Sturm: Alexander Barta, Mark Beaufait, Florian Busch, Erik Cole, Kelly Fairchild, Sven Felski, Christoph Gawlik, Florian Keller, Richard Mueller, Denis Pederson, André Rankel, Rob Shearer, Stefan Ustorf, Marcus Sommerfeld, Marvin Tepper, Steve Walker
Trainer: Pierre Pagé (Cheftrainer), Hartmut Nickel (Co-Trainer)

Deutscher Meister 2005/2006
Nach dem Vorjahressieg und nur einer Niederlage in den Playoffs verteidigten die Hohenschönhausener den Meistertitel in der Saison 2005/06. Die Vorrunde wurde auf dem ersten Platz abgeschlossen und Torhüter Tomáš Pöpperle wurde als bester Goalie der Vorrunde ausgezeichnet. Als MVP der Playoffs wurde Verteidiger Derrick Walser geehrt, der mit vier Toren die Finalserie gegen die DEG Metro Stars maßgeblich entschied.

Tor: Daniar Dshunussow, Tomáš Pöpperle, Sebastian Stefaniszin, Youri Ziffzer
Verteidigung: Jens Baxmann, Drake Berehowsky, Tobias Draxinger, Micki DuPont, Thorsten Fischer, Frank Hördler, René Kramer, Rob Leask, Norman Martens, Deron Quint, Derrick Walser
Sturm: Mark Beaufait, Constantin Braun, Florian Busch, Kelly Fairchild, Sven Felski, Sean Fischer, Christoph Gawlik, Patrick Jarrett, Jonathan Lehun, Richard Mueller, Marcel Müller, Denis Pederson, André Rankel, Stefan Ustorf, Steve Walker, Alexander Weiß
Trainer: Pierre Pagé (Cheftrainer), Hartmut Nickel (Co-Trainer)

Deutscher Meister und Pokalsieger 2007/2008 
Mit den meisten Siegen in einer Saison gelang den Eisbären 2008 die insgesamt dritte Meisterschaft in der DEL. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte der punktbeste Verteidiger Deron Quint, dem in 56 Spielen 51 Scorerpunkte gelangen. Als wertvollster Spieler der Playoff-Serie wurde Steve Walker ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde das „Double“ mit dem Gewinn des Deutschen Eishockey-Pokals geschafft.

Tor: Etienne Renkewitz, Rob Zepp, Youri Ziffzer
Verteidigung: Jens Baxmann, Tobias Draxinger, Frank Hördler, René Kramer, Deron Quint, Andy Roach, Brandon Smith
Sturm: Mark Beaufait, Constantin Braun, Florian Busch, Sven Felski, Marius Garten, Christoph Gawlik, Richard Mueller, Tyson Mulock, Elia Ostwald, Denis Pederson, Thomas Pielmeier, André Rankel, Nathan Robinson, Stefan Ustorf, Steve Walker, Alexander Weiß, Daniel Weiß
Trainer: Don Jackson (Cheftrainer), Hartmut Nickel (Co-Trainer), Jeff Tomlinson (Co-Trainer)

Deutscher Meister 2008/2009
Nachdem die Vorrunde mit der zweitbesten Bilanz der Eisbären-Geschichte auf dem ersten Platz abgeschlossen wurde, wurde am 15. April 2009 die vierte Meisterschaft in der Saison 2008/09 nach 3:1 Siegen gegen die DEG Metro Stars gefeiert. Damit ist der Hauptstadtclub mit vier Meisterschaften in den letzten fünf Jahren das erfolgreichste Team der jüngeren DEL-Geschichte. Darüber hinaus war das Team in der Spielzeit die effizienteste Powerplay-Mannschaft der Liga und mit Deron Quint stand abermals der punktbeste Verteidiger in den eigenen Reihen.

Tor: Markus Keller, Rob Zepp, Youri Ziffzer
Verteidigung: Jens Baxmann, Dominik Bielke, Steve Hanusch, Frank Hördler, René Kramer, Deron Quint, Andy Roach, Richie Regehr, Brandon Smith, Gregor Stein
Sturm: Constantin Braun, Laurin Braun, Mark Beaufait, Florian Busch, Sven Felski (A), Norman Martens, Matt McIlvane, Tyson Mulock, Denis Pederson, André Rankel, Patrick Pohl, Alexander Oblinger, Nathan Robinson, Christian Swärd, Stefan Ustorf (A), Steve Walker (C), Alexander Weiß, Daniel Weiß
Trainer: Don Jackson (Cheftrainer), Hartmut Nickel (Co-Trainer), Jeff Tomlinson (Co-Trainer)

Deutscher Meister 2010/2011
Die Vorrunde schlossen die Eisbären auf dem dritten Rang ab. Im Finale der anschließenden Playoff-Runde wurden die Grizzly Adams Wolfsburg mit einem Sweep geschlagen: Der dritte und entscheidende Sieg im Best-of-Five-Modus gelang am 19. April mit einem 5:4-Erfolg. Den entscheidenden Treffer erzielte Constantin Braun. Exakt am gleichen Tag vor sechs Jahren hatten die Berliner ihren ersten gesamtdeutschen Meistertitel errungen. Stefan Ustorf, André Rankel sowie T.J. Mulock zeichneten sich als beste Scorer der Playoffs aus.

Tor: Sebastian Albrecht, Kevin Nastiuk, Rob Zepp
Verteidigung: Jens Baxmann, Dominik Bielke, Constantin Braun, Steve Hanusch, Frank Hördler, Benjamin Hüfner, Richie Regehr, Jim Sharrow, Derrick Walser
Sturm: Laurin Braun, Florian Busch, Mads Christensen, Chris Hahn, Sven Felski (A), Jeff Friesen, Tyson Mulock, T.J. Mulock, Denis Pederson, André Rankel, Patrick Pohl, Stefan Ustorf (C), Steve Walker (A), Alexander Weiß, Daniel Weiß
Trainer: Don Jackson (Cheftrainer), Hartmut Nickel (Co-Trainer), Vince Malette (Co-Trainer)

Ehrungen
Im Zuge von 50 Jahren Eishockey in Hohenschönhausen würdigten die Eisbären 2004 die herausragenden sportlichen Leistungen von vier Spielern mit einem Banner im Wellblechpalast. Darüber hinaus wird die Nummer 80 des verstorbenen Torhüters Robert Müller auf freiwilliger Basis ligaweit nicht mehr verwendet. Am 2. Januar 2011 wurde zudem die Nummer 19 von Mark Beaufait als erste Trikotnummer in der Geschichte der Eisbären offiziell gesperrt und zur Ehrung unter das Hallendach gezogen.

René Bielke – Torwart 1980–1992 Bielke stand insgesamt zwölf Spielzeiten im Tor des SC Dynamo und dem EHC Dynamo Berlin. Sein Schnitt von 1,17 Gegentoren pro Spiel im Jahr 1982 ist bis heute der beste Wert in der Geschichte des Eishockeys in Hohenschönhausen.
Dieter Frenzel – Verteidiger 1972–1989 Dieter Frenzel spielte von 1972 bis 1989 beim SC Dynamo Berlin und war insgesamt zehn Jahre lang Kapitän der DDR-Nationalmannschaft. Darüber hinaus ist er in der ewigen Statistik der Verteidiger mit den meisten Toren für die Berliner.
Dietmar Peters – Verteidiger 1970–1986 Mit 315 offiziellen Länderspielen und 16 WM- beziehungsweise Olympiaturnieren ist Dietmar Peters der Spieler mit den meisten Nationalmannschaftseinsätzen. Derzeit ist er als Trainer im Nachwuchsbereich der Eisbären tätig.
Joachim Ziesche – Stürmer 1958–1970 Ziesche ist der erfolgreichste Torschütze und Scorer für den Verein. Für seine Verdienste im Sport wurde er 1990 mit der Aufnahme in die Hall of Fame Deutschland und 1999 mit der Aufnahme in die IIHF-Hockey Hall of Fame geehrt.
Mark Beaufait – Stürmer 2002–2009 Beaufait war an vier Meistertiteln der Eisbären beteiligt und beendete 2009 seine Karriere nach 393 Spielen im Trikot der Berliner. Seine Rückennummer ist die erste, die unter das Hallendach der O2 World gezogen und nie mehr vergeben wurde.
Robert Müller – Torwart –– Den Leistungen des 2009 verstorbenen Torhüters zu Ehren wird auf freiwilliger Basis dessen Rückennummer ligaweit seit der Saison 2009/10 nicht mehr vergeben.

Vereinsinterne Rekorde (1958 bis 1990)
Zu Zeiten des Deutschen Eislauf-Verbandes der DDR standen zahlreiche Akteure für den SC Dynamo Berlin auf dem Eis und sorgten dabei für nennenswerte Teamrekorde.
Platz Spieler Spieljahre
1. Reinhard Fengler 18
1. Roland Peters 18
2. Dieter Frenzel 17

Rekordspieler
Platz Spieler Spiele
1. Joachim Ziesche 179
2. Wolfgang Plotka 177
3. Bernd Hiller 152

Tore
Platz Spieler Tore
1. Joachim Ziesche 284
2. Bernd Hiller 113
3. Werner Künstler 85

Vereinsinterne Rekorde (seit 1990)
Neben den nationalen Erfolgen – darunter die vier Meisterschaften in den Jahren 2005, 2006, 2008 und 2009 – haben auch die Spieler für teaminterne Rekorde gesorgt. Zu den überragenden Akteuren gehören unter anderem das Berliner Urgestein Sven Felski und der Kanadier Steve Walker.
Platz Spieler Spiele
1. Sven Felski 843
2. Rob Leask 531
3. Steve Walker 497
4. Mark Beaufait 389
5. Marc Fortier 313

Top-Scorer
Platz Spieler Punkte (T/A)
1. Steve Walker 565 (202/363)
2. Sven Felski 507 (201/306)
3. Mark Beaufait 373 (131/242)

Top-Torschützen
Platz Spieler Tore
1. Steve Walker 202
2. Sven Felski 201
3. Mark Beaufait 131

Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen
1. Steve Walker 363
2. Sven Felski 306
3. Mark Beaufait 242

Strafminuten
Platz Spieler Minuten
1. Sven Felski 1586
2. Rob Leask 928
3. Mario Chitarroni 656

Torhüter
Platz Spieler Gegentorschnitt
1. Richard Shulmistra 2,23
2. Rich Parent 2,44
3. Oliver Jonas 2,49

(alle Statistiken befinden sich auf dem Stand zum Ende der Saison 2009/10)

Weitere bedeutende (ehemalige) Spieler


Mike Bullard

(1998–2000, Sturm)
Der ehemalige NHL-Spieler, unter anderem war er für die Calgary Flames und die St. Louis Blues aktiv, spielte eine tragende Rolle im damaligen Team der Eisbären. 1998 und 1999 wurde er zudem in das DEL All-Star Team berufen.
Erik Cole
(2004–2005, Sturm)
Cole spielte während des NHL Lockout 2004 bei den Eisbären. Aktuell steht er bei den Carolina Hurricanes in der National Hockey League unter Vertrag.
Jiří Dopita
(1992–1995, Sturm)
Jiří Dopita stoß 1992 zur Mannschaft der Eisbären und entwickelte sich binnen kürzester Zeit zu einem der Leistungsträger im Team. Darüber hinaus hatte er maßgeblichen Anteil an dem verhinderten Abstieg in der Saison 1993/94.
Micki DuPont
(2003–2006, Verteidigung)
Der gelernte Verteidiger DuPont wurde mit den Eisbären zwei Mal Deutscher Meister (2005, 2006). Darüber hinaus spielte er in seiner Karriere unter anderem für die Calgary Flames und die Pittsburgh Penguins.

Jan Schertz
(1990–2002, Sturm)
Der ehemalige Nationalspieler Jan Schertz spielte zwölf Jahre für die Eisbären Berlin. Zwischenzeitlich half er im Nachwuchsteam, den Eisbären Juniors Berlin, aus.
Sven Felski
(seit 1992, Sturm)
Das Berliner „Urgestein“ Sven „Felle“ Felski ist einer der Publikumslieblinge und langjähriger Leistungsträger im Team. Die Meistersaison 2007/08 war Felskis beste Spielzeit im Trikot der Berliner. In 65 Spielen erzielte er 55 Scorerpunkte.
Marc Fortier
(1996–2002, Sturm)
Fortier war langjähriger NHL-Spieler, unter anderem für die Ottawa Senators und die Los Angeles Kings. Er beendete seine aktive Eishockeykarriere im Jahr 2005 beim HC Ajoie in der Nationalliga B.
Andrei Lomakin
(1995–1997, Sturm)
Der ehemalige NHL-Spieler spielte insgesamt zwei Jahre für die Eisbären. Davor war er unter anderem bei den Philadelphia Flyers in der National Hockey League aktiv.
Richard Shulmistra
(2001–2003, Tor)
Shulmistra spielte von 1997 bis 2001 für die New Jersey Devils und die Florida Panthers in der NHL. Im Jahr 2003 wechselte er von den Eisbären zu den Adler Mannheim, wo er sein letztes Jahr als Eishockeyprofi absolvierte.
Thomas Steen
(1996–1999, Sturm)
Als der Schwedische Stürmer 1996 nach Berlin kam, wurde er als Transfercoup gefeiert. Jedoch hatte er schon damals seinen Zenit überschritten und konnte nicht an alte Leistungen in der NHL bei den Winnipeg Jets anknüpfen.
Stefan Ustorf
(seit 2004, Sturm)
Stefan Ustorf wurde während des NHL Entry Draft 1992 von den Washington Capitals ausgewählt, für die er zwischen 1994 und 1997 54 NHL-Spiele bestritt. Er ist viermaliger Deutscher Meister sowie Pokalsieger 2008 mit den Eisbären Berlin.
Steve Walker
(seit 2000, Sturm)
Walker gewann viermal die Deutsche Meisterschaft sowie den Deutschen Pokalsieg 2008 mit den Eisbären Berlin. Er wurde in der Saison 2007/08 zum MVP der Playoffs ernannt.

In der Geschichte der Eisbären wurden bisher vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in einem NHL Entry Draft ausgewählt. Torsten Kienass, der aus dem Kader des EHC Dynamo hervorging, war hierbei 1991 der erste Berliner Spieler, dem diese Ehre zuteil wurde. Jüngster gedrafteter Spieler war 2006 Stürmer Constantin Braun mit 18 Jahren. Sebastian Stefaniszin ist der am frühesten ausgewählte Spieler. Im NHL Entry Draft 2007 sicherten sich die Anaheim Ducks in der vierten Runde an 98. Stelle die Rechte an dem Torhüter. Mit Dominik Bielke wurde 2009 der einzige deutsche Spieler von den San Jose Sharks gedraftet. Bisher hat es noch kein Spieler aus dem Nachwuchsbereich der Eisbären geschafft, einen Stammplatz in einem NHL-Kader zu erreichen.

Vereinsführung

Geschäftsführer Peter-John Lee. Als Gesellschafter und alleiniger Inhaber hält die Anschutz Entertainment Group die Lizenz der Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga. Der Stammverein ist beim Amtsgericht Charlottenburg in das Vereinsregister eingetragen und Mitglied des Deutschen Eishockey-Bundes, der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft, des Berliner Eissportverbandes sowie mittelbares Mitglied des Landessportbundes Berlin. Außerdem ist der Verein Gesellschafter der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft.

Europa-Chef der Anschutz Entertainment Group und Verantwortlicher der EHC Eisbären Management GmbH ist Detlef Kornett, der gemeinsam mit den Geschäftsführern Peter-John Lee und Billy Flynn den Profiverein leitet.Gleichzeitig sitzt Lee gemeinsam mit dem Steuerberater Helge Rippel unter dem Vorsitzenden Ralf Kieslich im Aufsichtsrat. Die organisatorischen Geschicke des Stammvereins übernehmen als Geschäftsführer Andreas Hobuß sowie als Sportdirektor Steffen Ziesche, welcher seinen Posten zugunsten eines Angebotes der Dresdner Eislöwen nach der Saison 2008/09 aufgab. Die Leitung des Vereins obliegen dem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Kemkes sowie Georg Arndt als seinem Vertreter.

Trainer
Der Trainerstab besteht seit 2007 aus dem Chef-Trainer Don Jackson, der von Hartmut Nickel und dem früheren Eisbärenspieler Jeff Tomlinson assistiert wird. Josef Dušek fungiert darüber hinaus als Torwarttrainer.

In der über 50-jährigen Geschichte des Vereins standen zahlreiche Spielleiter hinter der Bande. Die frühen Jahre des SC Dynamo trainierte zunächst Hans Frenzel als so genannter Spielertrainer und später Wolfgang Nickel als Chef-Trainer die Auswahl. Dieser wurde zur Saison 1972/73 durch das Gespann Joachim Ziesche (Cheftrainer) und Bernd Hiller (Trainer) ersetzt. 1974/75 übernahm Günther Schischewski die Rolle des Chef-Trainers und stoppte 1976 zusammen mit Ziesche und Hartmut Nickel nach sieben Jahren die Vorherrschaft der SG Dynamo Weißwasser und errang den insgesamt vierten Meistertitel. Das Trainergespann Ziesche/Nickel sollte ab 1976 gemeinsam bis 1989 insgesamt zwölf Deutsche Meisterschaften feiern.

Nach der politischen Wende stand bis Februar 1991 weiterhin Hartmut Nickel – diesmal mit Lorenz Funk an seiner Seite – hinter der Bande. Diese wurden kurzzeitig von Gerhard Kießling abgelöst, welcher allerdings nach zwei Niederlagen in den Play-Downs in die 2. Liga abstieg und daraufhin seinen Hut nehmen musste. Zur Saison 1991/92 wechselte Funk in das Management des damaligen EHC Dynamo Berlin und Nickel bekam erneut den Posten des Chef-Trainers. Im Zuge der Umstrukturierung innerhalb des Vereins und der neu geschaffenen deutschlandweiten Liga hatten die Hauptstädter mit einigen sportlichen Mißerfolgen zu kämpfen, was sich ebenfalls in der Anzahl der eingesetzten Trainer widerspiegelte. So wurden beispielsweise zwischen der Spielzeit 1992/93 und 1995/96 zehn unterschiedliche Trainer eingesetzt, die allesamt nicht den erwünschten Erfolg an die Spree brachten. So legte Andy Murray sein Amt im Sommer 1993 nieder und kehrte in sein Heimatland Kanada zurück, sein Nachfolger Walter Köberle musste aufgrund gesundheitlicher Probleme wieder zurücktreten und nur das Gespann Jaroslav Walter/Klaus Schröder verhinderten mit einem 4:0-Sieg in den Play-Downs gegen die Schwenninger Wild Wings den Abstieg. Auch der frühere Meistertrainer aus der DDR-Oberliga – Joachim Ziesche – belegte 1994/95 mit den Eisbären nur den 17. Rang und musste für Helmut Bauer nach der Saison seinen Platz räumen. Unrühmlichen Höhepunkt stellte jedoch der Kanadier Cliff Stewart dar, der für acht Stunden Trainer der Eisbären war, ehe er sich zu einer Rückkehr entschloss und den Verein wieder verließ. An seine Stelle trat als Nachfolger Billy Flynn, der nur den vorletzten Platz in der Spielzeit 1995/96 erreichte.
Mit dem Bosman-Urteil kehrte der Erfolg nach Berlin zurück. Nachdem Andy Murray – der schon von Januar bis Juli 1993 die Mannschaft trainierte – im Mai 1996 bei den Eisbären einen Vertrag unterschrieb, nahm er ein Angebot des kanadischen Verbandes für die Nationalmannschaft an und kehrte in sein Heimatland zurück. Die Geschicke übernahm anschließend Ron Kennedy, der mit der neu formierten Mannschaft auf Anhieb ins Halbfinale gelang. Am 17. Dezember 1997 wurde er durch Peter-John Lee ersetzt und die Eisbären schafften unter seiner Federführung zwei Mal den zweiten Platz beim IIHF Continental Cup (1997 und 1999) sowie die Vizemeisterschaft und den Einzug ins Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga.

Nach einer enttäuschenden Vorrunde übernahm Kent Forsberg am 29. Januar 2000 die sportliche Leitung, überzeugte jedoch nach einem Platz 13 nach der Hauptrunde und Platz Fünf in der Abstiegsrunde nicht und wurde von Glen Williamson für die Saison 2000/01 abgelöst. Nach 31 Niederlagen in 60 Spielen musste er im November 2000 sein Amt niederlegen und Uli Egen das Zepter überlassen. Dieser erreichte zwar das Playoff-Viertelfinale, wurde aber im Januar 2002 durch Pierre Pagé ersetzt, welcher die bisher größten Erfolge für die Eisbären erreichen sollte. Als zweifacher Deutscher Meister im Jahr 2005 und 2006 gaben die Eisbären Berlin und Pagé in einer gemeinsamen Presseerklärungen vom 28. Februar 2007 bekannt, dass der Eishockeylehrer seine Tätigkeit zum Ende der Saison 2006/07 beenden wird. Als Nachfolger wurde Don Jackson präsentiert[38], der an die Erfolge Pagés anknüpfte und mit dem Verein 2008 Deutscher Meister und Pokalsieger sowie 2009 Deutscher Meister wurde.

Eisbären Juniors
Der Stammverein Eisbären Juniors e. V. zeichnet verantwortlich für die Nachwuchsmannschaften des Clubs und bildet junge Spieler für den Einsatz in der Männermannschaft aus. Dabei stehen die Eisbären Juniors Berlin für den Amateur- und Nachwuchsbereich der Eisbären Berlin und gelten als wirtschaftlich eigenständig. Durch die enge Verknüpfung des Stammvereins mit der Profimannschaft werden hierbei Förderlizenzen vergeben.

Im Nachwuchsbereich sind die Eisbären erfolgreich tätig und stellen in den Nachwuchsabteilungen mehrfach Deutsche und Regionale Meister. Der Verein besitzt Nachwuchsmannschaften in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) sowie den Nachwuchsbundesligen des Deutschen Eishockey-Bundes. Seit einigen Jahren wird verstärkt auf die Einbeziehung junger talentierter Spieler hingearbeitet. Dazu wurden Talente aus ganz Deutschland an die Organisation gebunden, um über das Oberliga-Team der Eisbären Juniors und Einsätze in der DEL Erfahrung im Seniorenbereich sammeln zu lassen. Durch diese verstärkte Arbeit und die bessere Verknüpfung zwischen Nachwuchs- und Seniorenbereich gelang es dem Verein, mehrere Spieler an die Nationalmannschaft heranzuführen. Der so genannte Nachwuchsförderungsfond des Deutschen Eishockey-Bundes stellt einen Indikator für die Nachwuchsarbeit einer Eishockeymannschaft hinsichtlich Quantität und Qualität dar. Der DEB bewertet diese Arbeit und belohnt sie finanziell. Dabei sind die Eisbären nach der aktuellen Auswertung der Ergebnisse der Saison 2007/08 mit 82.937,41 Euro[39] bundesweit Spitzenreiter hinsichtlich der Zuschüsse und besitzen diesem Instrument zufolge die beste Nachwuchsarbeit. Im Bereich der Effektivität – entspricht dem Wechsel der Nachwuchsspieler in den Seniorenbereich – lag der Verein auf dem ersten Rang sowie im Kriterium „Bewertung nach Nachwuchsspieler-Länderspieleinsätzen“ auf dem zweiten Platz. Seit 2005 belegt der Verein mit Ausnahme des zweiten Platzes aus der Saison 2006/07 stets die vorderste Stelle in diesem Klassement.

Quellenangabe: 07.12.2011, http://dynamo-ehc.de.tl/Geschichte und http://de.wikipedia.org/wiki/Eisbaeren_Berlin

 




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